Der Abschied (Akt II) – Kauaeranga Kauri Trail

Der Regentag in Thames begann mit einer kleinen Tour durch die Stadt..

Gegründet wurde Thames als Goldgräberstadt und zählt heute ca. 6000 Einwohner.
Bei einem leckeren Frühstück im Hot Chocolate Cafe und dem morgendlichen Nachrichten Check erreichte mich die Nachricht, das Ute und Alex sich auch auf den Weg nach
Thames machen wollten.
Die können einfach nicht ohne mich…verständlich…sehr verständlich.
Auf jeden Fall schnell die Haare gerichtet, einem kleinem Kind Papier und Stift klauen um ein passendes Willkommensschild zu basteln.
So erwartete ich die Damen sehnsüchtig am Busbahnhof von Thames, wo sie am späten Nachmittag eintrafen.

schild

Da ich mittlerweile Thames schon recht gut kannte konnte ich meine Dienst als Guide anbieten, sie in mein Hotel geleiten und ihnen Thames näher bringen und sie in mein Hotel zu lotsen, dem Junction Hotel in Thames.
Nach dem gemeinsamen Einkauf und Abendessen wurde dann beratschlagt wie es weitergehen sollte und es wurde beschlossen, den Kauaeranga Kauri Trail gemeinsam zu begehen. Also fix drei Hüttenplätze gebucht und los sollte es gehen.
Nur wie hinkommen?
Normalerweises würde man zum Startpunkt trampen oder laufen.
Den Shuttle Service zum Startpunkt lässt sich nicht empfehlen, weil er unsagbar teuer ist.
70 Euro hin und zurück für eine Person erschien dann doch einfach überteuert für gute 20km Weg.
Also wurde die Geheimwaffe Ute drauf angesetzt, einen passenden fahrbaren Untersatz zu besorgen, der uns sicher zum Startpunkt des Trails bringen konnte.
Und Ute enttäusche uns nicht und fand Nigel, der ein AirBnB führt in Thames.
Er fuhr uns am nächsten Tag dann zum Startpunkt des Trails für einen Bruchteil des Preises und so konnte es losgehen.


Vom Startpunkt braucht man ca. 3-4 Stunden um zur Hütte zu gelangen.
Der Weg führt am Anfang über gut ausgebaute Wanderwege, wird dann aber vom Schwierigkeitsgrad immer höher. Ute und Alex hatten einige Kilos im Hotel gelassen, ich nahm das gesamte Marschgepäck mit.


Das war eine meiner schlechteren Ideen…da der Weg wirklich manchmal sehr beschwerlich ist.
So ließ ich den Damen den Vortritt und stieg gemächlich in Richtung Hütte auf.
Unterwegs trafen wir ebenfalls noch eine Weltenbummlerin, die uns wertvolle kleine Tips gab, welche Orte wir auf unseren Reisen noch unbedingt besuchen müssten.
Pünktlich zur Eröffnung erreichten wir dann alle die Hüte…ich etwas später als die Damen.
Ranger Bob erklärte kurz die Hausregeln, die Rucksäcke wurden abgelegt, eine Matratze gesichert und dann begann der Aufstieg zum Gipfel der Pinnacles.

Ein unglaublicher Ausblick sollte die Belohnung sein für den Aufstieg.Nach etlichen Minuten, in denen wir den Ausblick genießen konnten, machten wir uns alle auf den Rückweg zur Hütte, um dort das Abendessen vorzubereiten und ein Gläschen Wein zu genießen, der mit uns freundlicher Weise geteilt wurde.

Ich brach am nächsten Tag schon früh auf, in der Gewissheit, das mich die Damen sowieso einholen würden, da sie ein paar Kilo leichter unterwegs waren.
Und so war es dann auch, irgendwann überholten sie mich und warteten, dann am Parkplatz schon auf mich, wo sie auch schon eine Rückfahrtmöglichkeit nach Thames
organisiert hatten. Das nennt man Service oder ich habe sie gut im Griff…eins von beiden…
In Thames kamen wir genau pünktlich zur jährlichen Christmas Parade.
Perfektes Timing.


Nach einem kurzen Besuch im Info Center, dem I-Site, ging es zurück zum Hotel, wo Ute und Alex Teile ihres Gepäcks gelassen hatten.
Bei einer Tasse Kaffee, jedenfalls für die Damen, wurden die nächsten Tagen besprochen.
Alex muss leider in zwei Tagen. wieder zurück nach Deutschland fliegen,
so das Ute und Alex in Richtung Auckland aufbrechen mussten.
Mich treibt es aber eher in Richtung Rotorua, bevor der Schicksalsberg ruft.
Im Hotel trafen wir dann auch noch zwei andere Damen aus Deutschland, mit denen wir dann gemeinsam zum Abend aßen.
Bei Rotwein diskutierten die 4 Damen dann über Frauenrechte…dieses Recht gestand ich Ihnen zu…

Der nächste Morgen brachte dann also den endgültigen Abschied von Alex.
Wer weiß ob man Ute noch mal wiedersieht, sie wird ja noch etwas länger in Neuseeland bleiben. Die Welt ist manchmal sehr klein.

Good Bye Alex!!!

Postskriptum:
Ute’s Abenteuer könnt ihr verfolgen unter:
https://uunterwegs.wordpress.com

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