Das goldene Dreieck (Neu Delhi, Mathura, Agra, Jaipur)

4000 km und 100 Tage später war es nun so langsam an der Zeit, Neuseeland schweren Herzens lauf Wiedersehen zu sagen.

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Neuseeland war für mich die erste Station auf meiner Reise rund um die Welt und ich habe mich gleich in dieses wunderschöne Land mit seinen Landschaften und den Menschen verliebt.
Aber das soll ja eine Reise rund um die Welt werden und nicht nur durch Neuseeland, so heißt es auf zum nächsten Abenteuer. Aber ich werde bestimmt später hierher zurückkehren, es warten noch 3 Great Walks und unzählige andere Walkways darauf, von mir bezwungen zu werden.
So brachte mich der Bus nach Christchurch und der Flieger nach Singapur, wo ich einen Tag Aufenthalt hatte um mir Singapur ein wenig anzuschauen.
Die Metro sollte mich schnell von einer Sehenswürdigkeit zu der anderen zu bringen.
Selten hat man diese ganz für sich allein.

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Berühmt und auf jeden Fall nicht verpassen sollte man die Gardens by the bay, den ich gleich zwei Mal besuchte, einmal am Tag…

…und einmal nachts, wo er in den schönsten Farben erstrahlt.

Das ganze Areal ist über 101 Hektar groß und wird am Ende wohl eine Milliarde Dollar kosten.
Danach setzte ich über auf das Sentosa Island, das Naherholungsgebiet von Singapur.
Eine Hochbahn bringt einen auf die Insel, wo die verschiedensten Attraktionen auf einen warten.
Ich wollte mir das Aquarium näher anschauen, das größte der Welt und die anderen Attraktionen, wie das Universal Studio links liegen lassen. Ich hatte ja nur einen Tag Zeit.

Der Weg zum Aquarium führt vorbei am Maritime Experiential Museum, wo es zum Beispiel ein beeindruckenden Querschnitt eines chinesischen Schatzschiffes aus der Flotte von Admiral Zheng-He, wie es zur Zeiten der Ming Dynastie die Meere befuhr.

Auf jeden Fall ist das Aquarium und Sentosa ebenfalls ein Besuch wert, sollte es euch nach Singapur verschlagen.
Danach noch fix ein Abstecher nach Chinatown gemacht und schon war meine Zeit auch schon um in Singapur. Kann ich also von der Liste der noch zu besuchenden Städte streichen.

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Weiter ging es, Neu Delhi wartet.

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Lautes Hupen machte mir eindeutig klar, du bist nicht mehr in Neuseeland. Mit der Ruhe und Abgeschiedenheit war es vorbei.

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Jetzt heißt es sich erst mal auf die Suche nach meinem Hotel begeben und sich durch die Menschenmassen zu meinem Hotel kämpfen.

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Erstmal ankommen, etwas Schlaf nachholen und sich von den ersten Kulturschock erholen.
Danach probiere ich mal das lokale, indische Essen.

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Von Delhi bekomme ich leider bei meinen ersten Besuch nicht viel mit, da ich die meiste Zeit mich im Tourismen Büro aufhielt, um mir ein paar Züge zu buchen. Das ist leider manchmal ein wenig langwierig.

Am nächsten Tag sollte es schon weiter nach Mathura gehen, wo ich mehrere Tage verbringen wollte um das berühmte Holi Fest zelebrieren zu wollen, eines der ältesten Feste Indien.
Das indische Frühlingsfest, das „Fest der Farben“ und dauert bis zu 10 Tagen.
Im Grunde und es mal kurz zusammen gefasst, es wird gefeiert und man bewirft sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder.
Mathura kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, es ist ein wichtiges Zentrum des Hinduismus und viele Pilger besuchen einen der zahlreichen Tempel.
So ging es mit dem Zug nach Mathura und mit dem Tuk Tuk ins Hotel.

Schnell noch meine, speziell für den Anlass gekauften Klamotten angezogen, da ich diese danach bestimmt nicht wieder verwenden konnte.
So ging es für mich am 12.März zuerst einmal zu dem kleinen, abgelegen Pagal Baba Tempel.

Anscheinend besuchten diesen Tempel nicht so viele blonde Jünglinge, so das ich des öfteren um gemeinsame Fotos gebeten wurde und man mich auf den Weg zur Spitze des Tempels mitnahm, wobei es auf jeder Etage eine Glocke zu läuten gab.
Weiter ging es dann zum Banke Bihari Temple in Vrindavan lag, welcher mein eigentliches Ziel darstellte und der Geburtsort von Krishna sein soll.
Der Tempel öffnet seine Türen und alle Besuchen können dort Holi feiern, die Priester sorgen dabei dafür, dass man auch genug Farbe bekommt.
Wie gut das ich nicht wusste, was mich erwarte, sonst wäre ich vielleicht im Hotel geblieben.
Ich folgte also von den kleinen Pagal Baba Tempel immer den Massen, die mit Sicherheit den Weg wussten. Die Straße war voller Fahrzeuge…und Tieren.

In der Stadt angekommen drängelte sich eine unglaubliche Menschenmasse durch die Straße, die zum Tempel führte.

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So ein Gedrängel habe ich nicht mehr erlebt, seit der erste Spar Markt bei uns eröffnete.
Im Grunde kann man nur eins machen, mit der Masse mit schwimmen.
Am Eingang des Tempels spürte ich etwas merkwürdiges unter meinen Füßen.
Kein Wunder, denn der Weg zum Tempel führt über unendlich viele Sandalen, die die Pilger vor dem Betreten des Tempels dort zurückgelassen hatten.
Super dachte ich mir, ich habe genau zwei Paar Schuhe und eins soll ich hier einfach liegen lassen, ohne der Gewissheit, diese jemals in dem Gedränge wieder zu finden?
In die Hand konnte ich diese leider nicht nehmen, wurde mir sehr eindringlich klar gemacht.
So ließ ich die Schuhe an einer Stelle zurück, von der ich hoffte, dass ich sie wieder finden konnte und stürzte mich in den Tempel.
Leider gibt es nur ein Bild vom inneren. Den wieder wurde ich freundlich aber bestimmt hingewiesen, das Fotografieren hier nicht gestattet sei.

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Gut, ich hatte mein Bild, genoss noch etwas die Festivitäten und ließ mich dann von der Masse richtig Ausgang tragen.
Danach kämpfte ich mich zum Eingang des Tempels vor, in den verzweifelten Versuch, meine Schuhe zu finden.
Nach ca. 30 Minuten und dem durchwühlen gefühlter Millionen von Schuhen war es getan, ich hatte sie wieder.
Ein Holi Wunder!!!
Am nächsten Tag, dem 13.3. sollte der Höhepunkt der Festivitäten in Mathura stattfinden.
So machte ich mich am frühen Morgen auf ins Zentrum von Mathura. Noch war es ruhig, was man halt unter ruhig in Indien versteht.

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Zuerst ging es zum Vishram Ghat am Yamuna-Fluss, wo die  Hindu Pilger eine rituelle Reinigung vornehmen können.

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Dann begann so langsam die Farbschlacht. Ziel war der Dwarkadheesh Tempel. Der Weg dorthin ist aber leider nicht ganz so einfach.
Kinder machen sich ein Spaß daraus, die Passanten von den Dächern und auf der Straße mit Farbe, Wasser und Schaum zu bewerfen. Auch am Eingang des Temple erwartet den geneigten Besucher eine Farbdusche.

Ich gehe mal stark davon aus das sie das Fest lieben, so viel Spaß wie sie beim Bewerfen der Passanten haben.

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Aber nicht nur die Fußgänger werden beworfen, auch die Auto Rikschas sind nicht sicher vor Ihnen.

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In Deutschland wäre das wohl ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
Aber nicht heute. Heute ist Holi und alles ist erlaubt.
Am Ende der Schlacht sind die Straßen voller Farbpulver und die Farbe geht wirklich richtig schwer wieder ab.

Eine Nacht und einige Duschen später machte ich mich auf von Mathura nach Agra auf.
Wenn man schon mal in der Nähe ist darf man sich doch das Taj Mahal nicht entgehen lassen.
Am besten besucht man dieses in den frühen Morgenstunden oder wenn die Sonne untergeht.
Ich entschied mich für den Sonnenaufgang im Taj Mahal.
Aber das Geheimnis war wohl kein Geheimnis mehr und so waren doch etliche Leute früh am Morgen unterwegs.
Getrennte Warteschlangen für Männer und Frauen und Sicherheitskontrollen, als würde man das Weiße Haus betreten wollen.
Aber irgendwann war es dann getan und ich konnte das wohl meist fotografierte Gebäude der Welt mit meinen eigenen Augen sehen.

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Danach wollte ich das Taj Mahal noch von der anderen Flußseite besuchen, von wo man einen schönen Blick auf das Mausoleum werfen kann.
Und man ist dort nicht von tausenden Menschen umgeben.

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Weiter ging es zum roten Fort von Agra.

Und schon war auch dieser Tag vorüber und am nächsten Tag stand Jaipur auf dem Plan.

Ich hatte eigentlich so gar keine Idee, was mich erwartete.
Mein Lonely Planet meinte, ich sollte unbedingt das Amer Fort besuchen, also tat ich das einfach mal.

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Viele Touristen lassen sich zum Eingang mit den Elefanten bringen.

Ich hielt davon aber Abstand und machte mich zu Fuß zum Eingang.

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Und so konnte ich nach einem kurzen Aufstieg einen schönen Einblick in den ehemaligen Fürstenpalast der Kachchwaha-Dynastie erhalten.

Danach ein kurzer Abstecher zum berühmten Jantar Mantar, einer historischen astronomischer Sternwarte.

Und noch etwas Sightseeing durch Jaipur, dann war der Tag auch schon wieder vorbei.

Nach Jaipur ging es wieder nach Neu Delhi, wo ich dieses Mal etwas mehr Zeit hatte um die Stadt näher kennen zu lernen.

Die öffentlichen Toiletten sind wirklich sehr öffentlich.

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So kümmerte ich mich mal um einen Friseur, ein paar Passfotos und Kopien mussten noch gemacht werden, bevor ich mich dann zur Botschaft von Nepal begab und mich um ein Visa bemühte. Und bei jeder Straßenüberquerung muss man um sein Leben bangen.

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Nachdem das dann erfolgreich erledigt war, ging es zur Bus Terminal, von wo ich mit dem Bus Richtung Kathmandu aufbrechen wollte. Der Flug würde nur 2 Stunden dauern, mit dem Bus nach Kathmandu ist man mindestens 24 Stunden unterwegs.
Aber so sieht man wenigstens auch ein wenig was, und zwar nicht nur Flughäfen.
So bin ich jetzt also unterwegs und melde mich wieder, wenn ich in Kathmandu angekommen bin.

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