Trekking im Khao Sok Nationalpark

Nachdem die kleine Insel Ko Tao erfolgreich durchwandert wurde und ich mir einen Sonnenbrand beim Schnorcheln eingehandelt hatte sollte es nun weiter gehen zum Khao Sok Nationalpark.
Um dort hinzugelangen hieß es also, die Fähre nehmen nach Surat Thani.

Dann ein Tuk Tuk zur Bushaltestelle um dann den Bus zu erwischen, der mich sicher nach Khao Sok bringen sollte.

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Das Tuk Tuk als fabrikneu zu bezeichnen würde es vielleicht nicht ganz treffen.

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Am Eingang zum Khao Sok Nationalpark gibt es ein kleines Dorf, wo sich mittlerweile viele kleine Hotels und Resorts angesiedelt haben, ein paar Mini Märkte und einen Geldautomaten.

Den ersten Tag wollte ich dazu nutzen, um den Nationalpark selbst zu erkunden, ohne Guide und den zweiten eine geführte Tagestour machen zu der Nam Tal La Cave.
Die kann man nämlich nur mit Guide erreichen bzw. betreten.
Die Regenzeit hat leider etwas früher Einzug gehalten und mittlerweile vergeht kein Tag ohne Regen. Zum Glück bis jetzt immer nur abends.
Von daher wollte ich am nächsten Tag recht früh aufbrechen um den Regen zu entkommen.
Der Eintritt zum Nationalpark kostet 300 Baht.

P1060914Vom Parkeingang aus kommt man zum Informationszentrum und ein paar Hinweisschildern, die einem den richtigen Weg weisen.

Man kann sich entweder zum  Bang Hua Rat Waterfall – Ton Kloi Waterfall Nature Trail oder dem San Yang Roi Nature Trail wenden.

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Zuerst wollte ich mich dem Bang Hua Rat Waterfall widmen um danach den San Yang Roi Nature Trail zu begehen.
Der Ton Kloi Waterfall Nature Trail lässt sich nicht ohne Guide begehen, aber ich dachte mir, da wird schon keiner sitzen und kontrollieren, ob man nun mit oder ohne Guide geht.
Falsch gedacht.

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Der Weg zum Wasserfall führt über einen gut ausgebauten und breiten Wanderweg, auf dem die Park Ranger auch mit dem Motorbike unterwegs sind. Von daher ist er leicht zu begehen.

Die Sidetrips dagegen sind weniger gut ausgebaut und werden auch wohl nicht so häufig begangen.

Aber zumindest lohnt sich die Qual.

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Nach dem kurzen Ausflug geht es weiter auf den Hauptweg.

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Der Weg endet dann am Bang Hua Rat Wasserfall, an dem es nur mit Guide weitergeht.

Ein netter thailändischer Polizist mit Pistole am Gürtel saß in der Bar und schaute mich etwas grimmig an. Da er eine Waffe hatte und ich nicht mit ihm diskutieren wollte, warum es von hier aus nur mit Guide weitergehen sollte, drehte ich wieder um.

Nun sollte der San Yang Roi Nature Trail angegangen werden.

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Den Namen Nature Trail trägt er auch nicht ohne Grund.

Der Trail ist doch sehr „ursprünglich“ gehalten, das totale Gegenteil zum ersten Trail.

Oft führt er über Stege und Brücken, die auch schon bessere Tage erlebt hatten.

Es geht den ersten Kilometer ständig auf und ab. Zum Glück gibt es bei Kilometer 1 eine kleine Ruhemöglichkeit.

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Danach setzte ich meinen Weg erstmal fort…

…bis ich meine uneingeladenen Passagiere bemerkte…BLUTEGEL.

egel

In Deutschland muss man für so eine Blutegelbehandlung bezahlen, ich bekam sie nun kostenlos.
Aber meine Freude hielt sich in Grenzen und ich beschloss, nicht weiter durch den Dschungel zu wandern und mich um das Problem zu kümmern. Mit etwas Geschick kriegt man sie auch ohne Probleme ab. An anderer Stelle griff ich zur nepalesischen Sonnencreme, die sie gar nicht mochten.
Da Blutegel ein Sekret während des Saugens abgeben, das die Blutgerinnung verhindert hörte das Bluten einfach nicht auf.
So kam ich blutverschmiert im Hostel an und mein Gastgeber fragte nur: „Leeches“.
Ich nickte.

An meinem zweiten Trekking Tag wollte ich zur Nam Talu Höhle, die am Ratchaprapha See liegt.
Dieser ist Teil des Khao Sok Nationalpark und die Höhle ist ohne Guide nicht zu erreichen bzw. zu betreten.
Daher entschloss ich mich für eine geführte Tour mit Bootstour auf dem Ratchaprapha See und Begehung der Höhle zu buchen.
Die Tour starte gegen 8.00.
Zuerst wurden alle Tourteilnehmer nacheinander eingesammelt, bevor es dann zum Local Market weiter ging.
Die Gruppe bestand aus 6 Deutschen, genauer gesagt aus Bayern, zwei Amerikanern, einer Argentinierin und mir.
Am Local Market wurde sich dann mit Essen und Trinken eingedeckt für den Tag oder man konnte auch noch kurz etwas frühstücken.
Danach ging es dann weiter zum See, wo wir vom Bus auf das Boot wechselten.

Und so begann unsere kleine Seerundfahrt.

Nach dem üblichen Fotostop am wohl berühmtesten Wahrzeichen des Sees, den Guilin of Thailand…

…ging es weiter zu unserem Mittagsziel, einer kleinen Raststätte am anderen Ende des Sees.

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Dort standen 2 Stunden Freizeit auf dem Programm, den jeder verbringen konnte wie er wollte.
Schwimmen, Relaxen, Sonnen oder Kajak fahren.
Als ich das Wort Kajak schon hörte war klar, was ich machen würde. Mittlerweile war ich ja schon recht erfahren was Kajak fahren angeht und es macht immer wieder aufs neue Spaß.
So hatte ich zwei Stunden Zeit zum erkunden des See, die ich auch in vollen Zügen nutze.

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Nach meiner Rückkehr, die anderen waren alles Landratten und wollten lieber in der Bar relaxen, sollte es nun zur Num Tal Cave gehen.
Der Weg führt zur Höhle ist weder markiert noch groß ausgezeichnet und führt über einen Trampelpfad, der dank des Regens in letzter Zeit, doch sehr matschig war.
Öfters muss man, um zur Höhle zu gelangen, den Fluss überqueren, somit ist wasserfestes Schuhwerk von Vorteil.

Bis dann endlich die Höhle in Sicht kommt.

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Dank des Regens der letzten Tage ist die Höhle aber sehr schwer zugänglich. Einige Gruppen sind schon enttäuscht umgedreht weil der Guide meinte, es wäre zu gefährlich.
Unserer ist etwas mutiger und wir versuchen unser Glück.

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Die Strömung wird dabei, je tiefer wir kommen, immer stärker und das Wasser ab und zu so tief, das man schwimmen muss.
Ganz bis zum Ende kommen wir leider nicht, das ist dann selbst unserem Guide zu gefährlich.

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So müssen wir leider wieder umdrehen.

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Aber alle waren mehr als zufrieden, ein echtes kleines Abenteuer.
So traten wir nass und glücklich den Rückweg zu unserem Boot an.

Danach ging es wieder auf den Boot Richtung Anlegestelle, wo der Bus schon auf uns warten sollte, der uns zurück zu unseren Unterkünften bringen sollte.

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Natürlich immer begleitet von meinem Reisebuddy.

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Unseren Guide hatten wir wohl geschafft während der Tour.

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So langsam wird es dunkel und die ersten Regenwolken zogen auf.

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Also hieß es Gas geben, bevor die dicken Wolken uns erreichten.

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