Good Morning Vietnam

Von Phuket, meiner letzten Station, nahm ich den Flieger nach Vietnam, genauer gesagt nach Ho-Chi-Minh City oder auch Saigon, wie es früher hieß.

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Die vietnamesische Regierung erlaubt Bürgern aus 5 europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, 15 Tage in Vietnam zu bleiben ohne ein Visa beantragen zu müssen, das wollte ich doch mal ausnutzen. Die Regelung wurde vor kurzen erst um 1 Jahre verlängert, leider aber nicht der Zeitraum, wie gewünscht. Einfach das Weiterflug/Rückflug Ticket bei der Immigration vorweisen und fertig, ein neuer Stempel im Reisepass mit dem Datum, bis wann man im Land bleiben darf.

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Ich schnappte mir einen Local Bus, die am Flughafen auf Kundschaft warten, der ungefähr in der Nähe meines Hotels fuhr. Das lag am Ben Thanh Market, einem der Dreh und Angelpunkte der Stadt. Von hier aus kann man mit den Busen überall hinkommen.
Den Rest des Weges zu meinem Hotel legte ich zu Fuß zurück.
Die nächsten 3 Tage wollte ich mir ein wenig Ho-Chi-Minh City anschauen und 2 Ausflüge unternehmen.
Einmal zu den Cu Chi Tunnel, in dem sich vietnamesische Partisanen während Vietnamkrieg versteckt hielten und der zweite Ausflug sollte zum Mekong Delta führen.
Also wieder ein richtig altmodisches Touri Programm.

1. Tag: Sightseeing in Ho-Chi-Minh City
Erste Anlaufstelle auf meiner Sightseeing Tour war der Wiedervereinigungspalast, der Ort, an dem das Ende des Vietnamkriegs besiegelt wurde.

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Der ganze Charme erinnerte mich irgendwie so ein bissel an DDR Zeiten zurück.
Auf dem Gelände des Palastes befinden sich auch noch ein paar Überbleibsel aus dem Vietnamkrieg.
Zwei russische Panzer, ein T54 und ein T59.

 

Sowie ein Kampfflugzeug, eine F5E.

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Danach ging es ins innere des Palastes.

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Nicht weit entfernt vom Wiedervereinigungspalast lässt sich das War Remnants Musuem bewundern.

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Das Museum ist ein mehrstöckiges Gebäude, welches den zweiten Indochinakrieg behandelt.
Der Vietnamkrieg ist, wie ich auf meinen Reise durch Vietnam feststelle, noch überall sehr präsent im Land und die Armee genießt in Vietnam einen starken Rückhalt.
Auf dem Gelände des Militär Museum stehen einige Beutefahrzeug der US Army, Geschütze, Hubschrauber.

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Natürlich ist das ganze Museum ein wenig propagandistisch angehaucht, das ist aber auch nicht anders zu erwarten gewesen. Und wäre ich in den United Staates in einem Militär Museum wäre das auch nicht anders.
Geschichte wird halt von den Siegern geschrieben.
Im Museum hat der ehemalige Staat DDR noch eine kleine Ausstellung, die an die Solidarität mit dem vietnamesischen Volk erinnern soll.

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In den verschiedenen Stockwerken wird der Vietnamkrieg, die Kriegsverbrechen behandelt, es werden Waffen gezeigt, ein Nachbau eines Gefängnisses und vieles mehr.

 

Unter anderem wird auch das wohl berühmteste Foto des Vietnamkrieg und eines der einflussreichsten überhaupt gezeigt.

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Auf jeden Fall sehr interessant, für jeden der sich ein wenig für Geschichte interessiert.
Danach ließ ich mich einfach ein wenig durch die Stadt treiben.

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2. Tag: Cu Chi Tunnel
Im Norden von Ho-Chi-Minh City liegen die Cu Chi Tunnel, welches ein beliebtes Touristenziel darstellen.
Ich buchte für umgerechnet 15 Euro also eine Tagestour, die mich zu den Tunnel bringen sollten.
Es ging gegen 8 Uhr morgens los und auf dem Weg zu unserem ersten Etappenziel informierte uns unser Guide, der seine Sache überaus gut gemacht hat, ein wenig über den Vietnamkrieg und es wurde ein alter Schwarz Weiß Film gezeigt aus dem Jahre 1978, der über die Tunnel informierte.
Erster Stopp war eine Behinderten Werkstatt von Agent Orange Geschädigten, bei dem man handgemachte Schnitzereien oder ähnliches kaufen konnte.

 

Das gehört wohl so ein wenig dazu bei so einer Tour.
Dann ging es schon weiter und wir erreichten unser Ziel.

P1070320Um zu den Cu Chi Tunnel zu gelangen legt man eine kurze Strecke durch den Wald zurück.

 

Überall auf dem Weg wird einem gezeigt, wie die Tunnel getarnt wurden, wie sie belüftet wurden und welche Fallen benutzt wurden.

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Hier zeigt unser Guide einer der vielen Fallensysteme, die während des Vietnamkriegs von den Vietcong benutzen wurden. Wie erfinderisch Menschen sein können, wenn es darum geht, anderen Menschen Schmerzen zuzufügen.

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Danach erreichten wir den Eingang des Tunnelsystems, der für Besucher geöffnet ist.

 

Wenn man möchte kann man dann durch die Tunnel ungefähr 100 Meter zum Ausgang kriechen, denn laufen ist definitiv nicht möglich.

 

Es wurden Seitentunnel angelegt, falls ein Besucher doch Platzangst bekommt oder nicht weiter gehen möchte, dass er das Tunnelsystem verlassen kann.
Beim letzten Abschnitt hat man dann aber echt Probleme durchzukommen.
Und die Hitze tut ein übriges da unten in der Tiefe.
Da war ich echt froh, als ich das Ende erreichte und aus dem Tunnel kriechen konnte.
Danach ging es wieder durch den Wald zurück zu unseren Bus, der uns zurück nach Ho-Chi-Minh City bringen sollte.

 

Ich fand es eine sehr interessante Tour, Geschichte zum Anfassen.
Auf jeden Fall anschauen, wenn man in der Nähe ist.

3. Tag: Mekong Delta
Heute stand dann die Mekong Tour an, womit ich meine 3 Tage in Ho-Chi-Minh City komplettieren wollte.
Wieder einmal ging es mit den Bus, dieses Mal Richtung Süden bis zum Fluss Mekong.
Der Mekong ist einer der zwölf längsten Flüsse der Erde und endet im Mekong Delta.
Die Fahrt dorthin dauerte ca. 2 Stunden mit einem kleinen Zwischenhalt zum Austreten.

 

Während unserer Busfahrt informierte auch dieser Guide uns ein wenig über den Vietnamkrieg und das man unbedingt das Kriegsmuseum besuchten sollte.
Was das jetzt mit dem Mekong Delta zu tun hatte erschloss sich mir nicht.
Ist man dann am Mekong angekommen wechselt man vom Bus auf das Boot.

 

Natürlich ist man nicht der einzige dort, denn viele wollen den Mekong und das Delta besuchen.
Unsere Tour bestand als erstes in dem Besuch einer Bienenfarm.

 

Das war jetzt nicht so das Highlight.
Dort gab es Tee mit Honig, selbstverständlich.

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Man konnte einige lokale Erzeugnisse dort kaufen. Auf dem Papier sah es so aus, als wäre das Zeug gegen alles gut.

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Von der Bienenfarm aus ging es dann per Pferdekutsche weiter.
Nun ja, auch darauf hätte ich verzichten können.

 

Halt machen die Pferde dann in der Nähe eines kleinen Weges, der uns zu einer Kanutour im Mekong Delta führen sollte.

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Hätte man selbst rudern können wäre das der Unterhaltungsgrad noch höher gewesen.
So fühlte man sich ein wenig wie auf einer Kanuautobahn.

 

Danach wechselten wir vom Kanu auf ein etwas größeres Boot, welches uns zu unserm letzten Ziel bringen sollte, wo das Mittagessen servierte wurde.

 

Natürlich immer unter den wachsamen Augen der einheimischen Tierwelt.

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Nach dem recht gehaltvollen Mittagessen ging es dann wieder mit dem Boot zurück zu unserem Bus, der uns zurück nach Ho-Chi-Minh City bringen sollte.

 

Ich persönlich empfand die Tour eher als mittelmäßg und nicht so gelungen wie den Ausflug zu den Cu Chi Tunneln, die eindeutig interessanter war.
Nach den 3 Tagen Saigon sollte es für mich dann am nächsten Tag weiter gehen Richtung Norden, nach Hoi An. Dieses soll die schönste Stadt in Vietnam sein.
Wir werden sehen.

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