From the east side to the west side

Der Titel des heutigen Blogeintrag ist eine Ableitung eines alten Mike and the Mechanics Songs, World of Mouth aus dem Jahre 1991.
Solltet Ihr das erkannt haben, mein Glückwunsch, ihr seit alt.
Von New York City sollte es für mich als nächstes an die Westküste der USA gehen.
Als Ziel hatte ich entweder Los Angeles oder Las Vegas ins Auge gefasst. In beiden Städten war ich schon einmal, so dass ich mich dann doch eher für das kleinere Las Vegas entschied, einfach weil die Übernachtung günstiger war und ich kein Auto brauch, um auch mal etwas zu unternehmen.
Aber eigentlich wollte ich hier eine kleine Ruhepause einlegen und die nächsten Wochen und Monate planen, wohin es gehen soll, was ich gerne unternehmen möchte und was meine Möglichkeiten so sind.
Außerdem gibt es ja da noch einen Blog zu pflegen.
Und wo kann man das besser als in der viert gefährlichsten Stadt der USA. Man sollte manchmal wirklich nicht googlen.
Jeder andere wäre wohl geflogen von New York nach Las Vegas. Aber dann wäre das wieder ein sehr kurzer Blogeintrag gewesen und somit entschied ich mich für mein Lieblings Reisemittel, den Bus. Genauer gesagt den Greyhound Bus.
Das bedeutet mir stand eine Busfahrt von 61 Stunden und 45 Minuten bevor, aus denen dann am Ende gute 64 Stunden wurden.
Los ging es in logischerweise in NYC. Nach einem tränenreichen Abschied von Gail sprang ich in den Bus 6533, der mich nach Las Vegas bringen sollte.

 

Über Newark in New Jersey steuerte der Bus den ersten großen Halt an, wo wir 30 Minuten Aufenthalt hatten, Philadelphia. Vorkommnisse gab es keine.

 

Man bekommt an den Stationen, an denen länger gehalten wird, also ab ca. 30 Minuten, den Bus verlässt und neue Passagiere hinzu kommen einen Re-Bording Pass.
Das heißt wenn der Bus wieder Abfahrbereit ist werden zu erst die Passagiere mit dem Re-Bording Pass aufgerufen, die haben ja auch die älteren Rechte und dann die neuen Passagiere, die dann schauen müssen wo noch ein Platz frei ist.
Weiter ging es über Harrisburg und Sideling Hill.

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Nächster Halt sollte Pittsburg sein, wo wir 90 Minuten Aufenthalt hatten.
Leider kamen wir um 2 Uhr nachts dort an, so war dementsprechend wenig los auf den Straßen und nachts durch die Straßen zu steifen hielt ich für keine so gute Idee. Und wer weiß, schon ob der Busfahrer nicht doch früher los wollte, dann stehst du da. Daher unternahm ich nur einen kurzen Ausflug in die Stadt.

 

Früh am morgen erreichten wir dann Columbus in Ohia. Eine Aufenthaltsdauer von 45 Minuten erlaubten leider keine so großen Ausflüge in die Umgebung, nur kurz vor die Tür und dann wieder zurück. Die Natur fordert ja auch noch ihren Preis und etwas Zeit.

 

Weiter ging es nach St. Louis, mit einem kurzen Essenstop, irgendwo im nirgendwo.

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In St. Louis hatten wir die längste Essenspause, 2 Stunden.
Zwischenzeitlich wird der Bus zum Service gebracht wurde. Sauber machen und kurz alles durchchecken, auftanken. Was immer sie da auch machen.
Und somit kann man die Zeit nutzen, um ein wenig sich in der Stadt umzuschauen.

 

Ulysses S. Grant, siegreicher General der Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg von 1861-1865 und ehemaliger US Präsident lebte einige Zeit in der Nähe von St. Louis, somit gibt es einige Denkmäler und einen National Historic Site zu besichtigen.

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Nach St. Louis hießen die nächsten Stops Kansas City und Salina. Beide erreichten wir nach Sonnenuntergang und blieben dort nicht lang genug, um größere Ausflüge in die nähere Umgebung zu unternehmen.
Außerdem ereignete sich im Bus während der Fahrt ein kleines Drama. Einige unserer neuen Mitreisenden, die wir in Pittsburg aufgelesen hatten waren einem anderen Reisenden zu laut. Nachdem er sich auch noch beschwerte und mit den Finger die Störenfriede eindeutig identifizierte, teilte die Busfahrerin den Störenfrieden mit, das sie den Bus beim nächsten Halt, also Kansas City, verlassen müssten.
Da der Halt noch ein wenig auf sich warten ließ und die drei nicht gerade begeistert waren von der Entscheidung der Busfahrerin setzte diese den Mitreisenden, der die Störenfriede identifizierte hatte vorsichtshalber in die erste Reihe, um ihn vor Repressalien zu schützen. Die drei Störenfriede riefen inzwischen die Kundenhotline an und gingen der Busfahrerin weiter auf die Nerven, was sicherlich nicht hilfreich war in ihrer Situation.
Am Ende riefen sie die Polizei, die am nächsten Halt schon auf uns warteten und die Situation zu entschärften versuchten.
Das Ende der Geschichte war, das die Drei den Bus nicht wieder betreten durften, in Kansas City gestrandet waren und sich überlegen mussten, wie sie nun weiter kommen.
Für uns ging es also weiter, mit drei Passagiere weniger und mehr Platz für mich.
Ein gesundes Frühstück gab es dann am frühen morgen bei unserem Halt in der Nähe von Goodland, Kansas.

 

Nächster großer Stop sollte Denver in Colorado sein, wo mir 90 Minuten blieben um erstens die Stadt zu erkunden.

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Es war sogar noch genügend Zeit übrig um dem Cherry Blossom Festival, dem Kirschblütenfest beizuwohnen.

 

Die Fahrt von Denver aus gestaltete sich als sehr abwechslungsreich und wunderschön. Leider oder sollte ich besser sagen erfreulicherweise mussten wir eine größere Umleitung fahren, da eine Straße durch die Rocky Mountains gesperrt war. So hatte man genug Zeit die wunderschöne Landschaft zu genießen.

 

Letzter großer Halt auf der Reise nach Las Vegas war ein kleines, schönes Städtchen namens Grand Junction.

 

Und so wurde nach guten 64 Stunden in den frühen Morgen Stunden endlich Las Vegas erreicht.

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